Gemeindekonzept für die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Hartum

 

2. Grundsätze für das Leben in unserer Kirchengemeinde

2.1  „Mein Herz hält dir vor dein Wort: Ihr sollt mein Angesicht suchen. Darum suchen wir auch Herr, dein Angesicht“ (Ps. 27,8) Wir wollen betende und anbetende Gemeinde sein. Jesus Christus als Herr unsres Lebens steht im Zentrum der Gemeinde und weiß den Weg für uns! Wir erkennen diesen Weg durch unser Hören auf die Heilige Schrift und auf das, was Gottes Geist unter uns zeigt und wirkt. Im Lob Gottes wollen wir den Blick von uns selbst weg auf ihn richten.

 

2.2  „Ihr als lebendige Steine; lasst euch erbauen zum geistlichen Hause“(1.Pet. 2,5) Wir wollen Gemeinde mit Jesus als Fundament miteinander bauen und gestalten. Jeder Mensch ist von Gott begabt, niemand ein Alleskönner, keiner ist überflüssig. Wir wollen Menschen helfen, ihre Gaben zu entdecken, zu fördern und in die Gemeinde einbringen zu können. Die Gemeinde ist nicht pfarrerzentriert. Statt Betreuer und Macher der Gemeinde zu sein, ist die Rolle des Pfarrers eher die des Trainers und Befähigers.

 

2.3  „Freut euch mit den Freuenden und weint mit den Weinenden“( Röm. 12,15) Wir wollen diakonisch-seelsorgerliche Gemeindesein. Es geht darum, den Menschen als Geschöpf Gottes in seiner Ganzheit wahrzunehmen und ihm zu helfen, ein im Sinne Gottes gelingendes Leben zu führen. Dies geschieht insbesondere dadurch, dass Menschen bereit sind, sich auf die Nöte der Menschen in ihrem Umkreis einzulassen. Hier liegt eine besondere Herausforderung der Pfarrer, aber es braucht auch andere, die eine Anleitung und Begleitung für den seelsorgerlichen Dienst in der Gemeinde erhalten. Besuche der Pfarrer und Anderer zu Geburtstagen von älteren Gemeindegliedern und im Krankenhaus sind wichtig.

 

2.4  „Jesus spricht: Ich bin der gute Hirte…Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen und sie werden meine Stimme hören.“ (Joh. 10, 14,a + 16) Wir wollen am Weg Jesu in die Welt teilhaben und missionarische Gemeindesein. Unser Ziel ist es, für die Menschen da sein und nach Wegen suchen, um Menschen vom Rand der Gemeinde auf vielfältige Weise mit dem Evangelium zu erreichen also im tiefsten Sinn des Wortes einladende Gemeinde sein. Dies geschieht gerade durch persönliche Beziehungen und wird durch missionarische Veranstaltungen unterstützt. Dabei wollen wir möglichst alle Altersstufen ansprechen. Eine besondere Aufgabe sehen wir aber darin, dass es gute Angebote für Kinder und Jugendliche gibt.

 

2.5  „So sollen auch sie in uns alle eins sein“ (Joh. 17,21) Wir wollen als Gemeinde Einheit in der Vielfalt anstreben. In (Klein-)gruppen und Kreisen möchten wir verbindlich christliche Gemeinschaft gestalten. Wichtig ist uns auch, in den Gemeindebezirken noch näher zusammenzurücken und über verschiedene Lebensalter oder unterschiedliche Glaubensprägungen hinweg Gemeinschaft zu leben. Uns ist bewusst, dass unsere Kirchengemeinde größer ist als die evangelische Bevölkerung unserer Dörfer. Wir sind dafür offen und begrüßen es, dass auch Menschen, die nicht hier wohnen, in unserer Gemeinde eine geistliche Heimat finden.

 

2.6  „Suchet der Stadt Bestes“ (Jer. 29,7) Unsere Gemeinde lebt im Kontakt zu anderen Gruppen und Vereinen am Ort. Aber wir wollen auch offen sein für die Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden in unserer Nachbarschaft.

Wir pflegen Kontakt mit anderen christlichen Gemeinden und Gemeinschaften die zur Evangelischen Allianz oder zur Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) gehören, um im Gebet und Aktionen gemeinsam für unsere Region einzustehen.